Hohlspindelanschläge für Drehmaschinen
Was ist ein Hohlspindelanschlag?
Ein Hohlspindelanschlag wird von hinten in die Hauptspindel der Drehmaschine eingeführt und dort fixiert. Er bildet einen definierten Anschlag, gegen den das Werkstück beim Einsetzen ins Drehfutter stößt – so sitzt jedes Teil mit exakt derselben Spanntiefe.
Die Fixierung erfolgt mechanisch: Durch Drehen am Spannbolzen mit dem mitgelieferten Spezialschlüssel werden die integrierten Spannbacken gegen die Innenwand der Hohlspindel gepresst. Der Anschlag sitzt dadurch sicher und lässt sich dennoch jederzeit versetzen.
Der Nutzen zeigt sich vor allem bei Wiederholteilen und Kleinserien: Ohne Anschlag muss jedes Werkstück einzeln ausgerichtet werden. Mit Anschlag ist die Position reproduzierbar – Rüstzeiten sinken deutlich, und Ablängarbeiten werden erheblich schneller.
Bevorzugt eingesetzt werden Hohlspindelanschläge bei manuellen Drehmaschinen und Spitzendrehbanken.
Aufbau und Handhabung
Wie der Anschlag sitzt, eingestellt wird und was ihn sicher macht.
Spannmechanik mit Spannbacken
Über den Spannbolzen werden die integrierten Spannbacken gegen die Spindelinnenwand gepresst. Das sichert den Sitz an jeder beliebigen Stelle der Hohlspindel – ohne Bohrungen oder Umbauten an der Maschine.
Feineinstellung der Anschlagtiefe
Die axial verschiebbare Anschlagachse lässt sich in der Tiefe variabel fixieren. Dadurch ist die Spanntiefe schnell und reproduzierbar einstellbar – wichtig bei wechselnden Werkstücklängen.
Verschiedene Typen und Sonderausführungen
Technische Daten
| Funktion | axiale Fixierung des Werkstücks an jeder Stelle der Hohlspindel |
| Einsetzen | von hinten in die Hauptspindel, Fixierung über Spannbolzen |
| Spannprinzip | integrierte Spannbacken werden gegen die Spindelinnenwand gepresst |
| Einstellung | axial verschiebbare Anschlagachse, in der Tiefe variabel fixierbar |
| Werkzeug | Spezialschlüssel im Lieferumfang enthalten |
| Maschinentypen | bevorzugt für manuelle Drehmaschinen und Spitzendrehbanken; Eignung für andere Maschinen projektbezogen prüfen |
| Fertigung | Eigenprodukt eines spezialisierten externen Herstellers; verschiedene Typen abhängig von Spindelgröße und Anwendung |
| Nutzen | reproduzierbare Spanntiefe, deutlich reduzierte Rüstzeiten |
| Sonderausführungen | auf Anfrage nach technischer Prüfung von Maschinentyp, Spindelinnendurchmesser und Anwendung |
Typische Einsatzbereiche
Lohnfertigung & Drehteile
Ablängarbeiten und Wiederholteile, bei denen jedes Werkstück mit gleicher Spanntiefe sitzen muss.
Kleinserien in der eigenen Werkstatt, bei denen sich lange Rüstzeiten nicht rechnen.
Ausbildung & Werkstatt
Manuelle Drehmaschinen und Spitzendrehbanken, bei denen sichere Werkstückpositionierung zählt.
Häufige Fragen zu Hohlspindelanschlägen
Wofür braucht man einen Hohlspindelanschlag?
Er fixiert das Werkstück axial in der Hauptspindel, sodass jedes Teil mit exakt derselben Spanntiefe im Drehfutter sitzt. Das macht Wiederholteile reproduzierbar und spart Rüstzeit.
Wie wird der Anschlag befestigt?
Er wird von hinten in die Hohlspindel eingeführt. Durch Drehen am Spannbolzen mit dem Spezialschlüssel pressen sich die integrierten Spannbacken gegen die Spindelinnenwand.
Passt der Anschlag auf jede Drehmaschine?
Nicht pauschal. Entscheidend sind Innendurchmesser, Geometrie und Zugänglichkeit der Hohlspindel. Auf Basis von Maschinentyp und Spindelmaß prüfen wir, welche Standardausführung oder Sonderanfertigung passt.
Lässt sich die Anschlagtiefe einstellen?
Ja. Die Anschlagachse ist axial verschiebbar und in der Tiefe variabel fixierbar – damit ist die Spanntiefe schnell an neue Werkstücklängen anpassbar.
Ist ein Spezialschlüssel nötig?
Ja, er gehört zum Lieferumfang. Ohne ihn lässt sich die Spannmechanik nicht bedienen.
Eignet sich das auch für CNC-Maschinen?
Fertigen Sie die Anschläge selbst?
Welche Angaben brauchen Sie für ein Angebot?
Den Innendurchmesser Ihrer Hohlspindel und den Maschinentyp. Damit schlagen wir Ihnen die passende Ausführung vor.
Hohlspindelanschlag anfragen
Nennen Sie uns den Innendurchmesser der Hohlspindel, den Maschinentyp und gegebenenfalls die Werkstückdaten. dynarep stimmt die passende Ausführung mit dem externen Hersteller ab und koordiniert Ihre Anfrage.
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