Gehäuse mit IP-Schutz nach Maß

Konstruktiv bis IP65 realisierbar – abgestimmt auf Anwendung und Einbauteile

Kundenspezifische Kunststoffgehäuse, deren Konstruktion auf den erforderlichen Schutz gegen Staub, Fremdkörper und Wasser abgestimmt wird. Dichtungen, Verschlüsse sowie Kabel- und Steckerdurchführungen werden dafür bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigt. Gefertigt im werkzeuglosen Verfahren unseres Partners LTP – ohne Werkzeugkosten und ab einem Stück.

An einer Produktionsanlage montiertes Kunststoffgehäuse mit Display, Tastern und abgedichteten Kabelverschraubungen

Was bedeutet die IP-Schutzart?

Die IP-Schutzart beschreibt nach DIN EN 60529, welchen Schutz ein Gehäuse gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser bietet. Der IP-Code besteht aus zwei Kennziffern. Die erste Kennziffer reicht von 0 bis 6 und beschreibt den Berührungs- und Fremdkörperschutz. Die zweite Kennziffer reicht von 0 bis 9 und beschreibt den Schutz gegen Wasser. IP65 bedeutet: Das Gehäuse ist staubdicht und gegen Strahlwasser geschützt. Daraus folgt jedoch keine Eignung für dauerhaftes Untertauchen und keine pauschale Beständigkeit gegen Reinigungsmittel, Öle oder andere Chemikalien. Welche Schutzart benötigt wird, hängt von Einsatzort, Einbauteilen, Durchführungen und der konkreten Wasser- oder Staubbelastung ab. Deshalb wird die Schutzanforderung bereits vor der Konstruktion festgelegt.

Konstruktive Maßnahmen für den IP-Schutz

Je nach geforderter Schutzart werden unterschiedliche Maßnahmen bereits in der Entwicklung eingeplant.

Dichtungen

Umlaufende Schaum- oder Gummidichtungen zwischen Ober- und Unterteil, ausgelegt auf den geforderten Schutzgrad.

Verschlusstechnik

Schraub- oder Clipverschlüsse, die den nötigen Anpressdruck auf die Dichtung erzeugen.

Abgedichtete Durchführungen

Kabel, Stecker und Bedienelemente werden so eingeplant, dass die Schutzart an den Durchbrüchen erhalten bleibt.

Entscheidend ist immer das vollständige Gehäuse einschließlich Display, Tastern, Steckern und Kabeldurchführungen. Eine Kundenfreigabe allein ist nicht automatisch mit einer unabhängigen IP-Zertifizierung gleichzusetzen.

Technische Daten

Eckdaten zur werkzeuglosen Fertigung – für Ihre Konstruktionsplanung.
Schutzart je nach Konstruktion und Ausführung bis IP65 realisierbar; Prüfung und Nachweis übernimmt der Kunde anhand des Prototypen
Dichtungsarten Schaum- oder Silikondichtungen, umlaufend
Verschlüsse Schraub- oder Clipverschlüsse
Materialien ABS, PVC, PMMA und PC (Polycarbonat)
Toleranzen bis ± 0,5 mm, im Einzelfall bis ± 0,7 mm
Stückzahlen ab 1 Stück bis rund 10.000 – keine Mindestmenge
Angebotszeit in der Regel 1–3 Werktage

Typische Einsatzbereiche

Gehäuse für Umgebungen mit Staub, Spänen oder spritzendem Strahlwasser. Die Beständigkeit gegen Kühlschmierstoffe und Chemikalien wird gesondert geprüft.

Gehäuse für Geräte, bei denen Feuchtigkeitsschutz und gut zu reinigende Außenflächen bereits bei der Konstruktion berücksichtigt werden müssen.
Gehäuse für Mess- und Prüfgeräte, die Feuchtigkeit, Staub oder wechselnden Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind.

Häufige Fragen zum IP-Schutz

Welche Schutzart ist bei dynarep möglich?

Eine konstruktive Auslegung bis IP65 ist möglich. Allerdings liegt die Verantwortung der Prüfung und Freigabe beim Kunden. LTP hat kein Prüflabor und stellt somit keine Garantien und / oder Zertifikate aus.

Die erste Kennziffer von 0 bis 6 beschreibt den Berührungs- und Fremdkörperschutz. Die zweite Kennziffer von 0 bis 9 beschreibt den Schutz gegen Wasser. IP65 bedeutet staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser.
Nein. IP65 schützt gegen Strahlwasser, aber nicht gegen dauerhaftes Untertauchen. Die Schutzart sagt außerdem nicht automatisch etwas über die Beständigkeit gegen Reinigungsmittel, Öle oder andere Chemikalien aus.
Benötigt werden Angaben zu Einsatzort, Staub- und Wasserbelastung, Reinigung, Temperatur sowie zu Displays, Tastern, Steckern und Kabeldurchführungen. Daraus leiten wir die erforderliche Schutzart und geeignete konstruktive Maßnahmen ab.

Bereits während der Entwicklung. Dichtungen, Verschlüsse und Durchführungen müssen von Anfang an auf die gewünschte Schutzart abgestimmt werden. Nachträgliche Änderungen sind häufig nur mit zusätzlichem Aufwand möglich.

Auch Hutschienengehäuse können für einen erhöhten IP-Schutz konstruiert werden. Ob bis IP65 möglich ist, hängt von Gehäuseaufbau, Anschlüssen, Durchführungen und Einbausituation ab.

Schutzanforderung besprechen

Nennen Sie uns Ihren Einsatzbereich – wir schlagen die passende Schutzart und die dafür nötige Konstruktion vor.

Zurück zur Übersicht: Kunststoffgehäuse nach Maß