Fräs-Biege-Technik für Kunststoffgehäuse

Werkzeuglose Fertigung mit LTP – vom Muster bis zur Kleinserie
Mit der Fräs-Biege-Technik entstehen kundenspezifische Kunststoffgehäuse ohne Spritzgusswerkzeug. Aus CAD-Daten werden Kunststoffplatten CNC-bearbeitet und zu Gehäuseelementen geformt. Ausschnitte, Befestigungen, Beschriftungen und Farbe werden auf Elektronik, Einbausituation und Stückzahl abgestimmt. dynarep begleitet die Auslegung mit seinem Partner LTP vom ersten Muster bis zur Serie.
Mitarbeiter formt eine CNC-gefräste Kunststoffplatte mit Display- und Tasterausschnitten an einem Biegetisch zu einem Gehäuse.

So entsteht ein kundenspezifisches Kunststoffgehäuse

Der Fertigungsweg ist digital und werkzeuglos. Dadurch kann die Konstruktion auf vorhandene Elektronik, Anschlüsse und den tatsächlichen Einbauraum abgestimmt werden – auch wenn sich Anforderungen im Entwicklungsverlauf ändern.

Drei Wege zum Prototyp

Je nachdem, wie weit Ihr Entwurf schon ist – wir steigen an der passenden Stelle ein.

Anforderungen und Einbauteile

CAD-Daten, Skizzen, Komponenten und Einbausituation bilden die Grundlage für Abmessungen, Ausschnitte, Befestigungen und Bedienflächen.

Konstruktion und CNC-Bearbeitung

Die Gehäuseelemente werden aus Kunststoffplatten CNC-bearbeitet. Geometrie und Biegekanten werden auf Bauraum, Montage und gewünschte Funktion abgestimmt.

Muster, Freigabe und Serie

Das Muster dient zur Prüfung von Passform, Bedienung und Montage. Anpassungen werden vor der Serienfreigabe in die Konstruktionsdaten übernommen.

Technische Daten

Auslegungsfelder für werkzeuglos gefertigte Kunststoffgehäuse.
VerfahrenWerkzeuglose Fräs-Biege-Technik mit LTP
AusgangsbasisCAD-Daten, Skizze, Zeichnung, Einbausituation und Stückzahl
GeometrieAbmessungen, Biegekanten, Deckel, Rückwand und Befestigung
FunktionAusschnitte für Displays, Taster, Anschlüsse, Klemmen und Kabeldurchführungen
OberflächeFarbe, Beschriftung und gewünschtes Finish
SchutzkonzeptAnforderungen an Staub, Feuchtigkeit, EMV und Einbau projektbezogen bewerten
LosgrößenMuster, Einzelstücke und Kleinserien ohne Spritzgusswerkzeug
ÄnderungenKonstruktionsdaten vor der Serienfreigabe anpassbar

Typische Einsatzbereiche

Entwicklungs- und Testgeräte

Gehäuse für Muster, Prüfaufbauten und Vorserien, bei denen Einbauteile und Bedienung am realen Gerät geprüft werden.

Steuer- und Messgeräte

Kunststoffgehäuse mit individuellen Ausschnitten für Anzeigen, Taster, Schnittstellen und Kabeldurchführungen.

Kleinserien mit Varianten

Gerätegehäuse für unterschiedliche Ausstattungen, bei denen sich Abmessungen, Fronten oder Beschriftungen zwischen Varianten ändern können.

Häufige Fragen zu Gehäusetechnik-Verfahren

Was ist die Fräs-Biege-Technik?
Bei der Fräs-Biege-Technik werden Kunststoffplatten anhand von Konstruktionsdaten CNC-bearbeitet und zu Gehäuseelementen geformt. Im Unterschied zum Spritzguss ist kein Formwerkzeug erforderlich.

Für Spritzguss wird ein Formwerkzeug benötigt. Bei der Fräs-Biege-Technik basiert die Fertigung auf digitalen Konstruktionsdaten. Änderungen können deshalb vor der Serie in die Konstruktion eingearbeitet werden. Welche Lösung wirtschaftlicher ist, hängt von Form, Stückzahl und Anforderungen ab.

Hilfreich sind CAD-Daten, Skizzen, Fotos, Zeichnungen, ein Lastenheft oder die Daten der tatsächlichen Einbauteile. Benötigt werden außerdem Informationen zu Einsatzumgebung, Anschlüssen, Befestigung und Stückzahl.

Die Fertigung ist ab Stückzahl 1 möglich. Besonders bei Mustern, Einzelstücken und Kleinserien entfallen die Kosten für ein Spritzgusswerkzeug. Die wirtschaftliche Stückzahl wird anhand von Größe, Anforderung und Bearbeitungsumfang bewertet.

Ja. Vor der Serienfreigabe oder zwischen 2 Chargen können Änderungen an Abmessungen, Ausschnitten, Befestigungen oder Beschriftungen in die Konstruktionsdaten übernommen werden.

Ja. Ausschnitte für Bedienelemente, Displays, Anschlüsse und Kabeldurchführungen werden auf die Komponenten abgestimmt. Farbe und Beschriftung werden passend zu Material, Einsatz und gewünschter Ausführung geprüft.

Anforderungen an Staub, Feuchtigkeit oder elektromagnetische Verträglichkeit werden bereits bei Konstruktion und Materialauswahl berücksichtigt. Ob eine bestimmte Schutzart erforderlich ist, wird projektbezogen abgestimmt.

Nach Prüfung von Unterlagen und Anforderungen stimmen wir Konstruktion, Ausführung und Musterweg ab. Auf dieser Basis erhalten Sie eine Rückmeldung zum passenden Vorgehen.

Fräs-Biege-Gehäuse anfragen

Senden Sie uns CAD-Daten, Skizze oder die Daten der vorhandenen Einbauteile. Wir stimmen Geometrie, Ausschnitte, Material, Oberfläche und den passenden Musterweg mit Ihnen ab.

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